Perspektiven für alternde Einfamilienhausgebiete

Zukunftsforen zum Wohnen im Alter in Melle und Wallenhorst

Wie stellen sie sich die Bewohner „alter“ Siedlungen ihr Wohnen im Alter vor? Die Meinungen dazu sind so individuell wie die Menschen, die sich äußern. Während die einen so lange wie möglich in ihrem Haus wohnen und es altersgerecht und energetisch sanieren wollen, möchten die anderen ihre arbeitsintensive Immobilie mit großem Garten lieber zeitnah verkaufen und in eine barrierefreie, citynahe Wohnung mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zu Gesundheitsdienstleistungen umziehen.

In den beiden Pilotgemeinden zum Projekt „Wohnen mit Zukunft – Orte mit Zukunft“ im Landkreis Osnabrück, Melle und Wallenhorst, fanden im April und Mai weitere Zukunftsforen statt, bei denen interessierte Bürgerinnen und Bürger mit der Gemeinde sowie VertreterInnen aus der Wohnungswirtschaft, von Gesundheits- und Pflegediensten und dem Seniorenbeirat ins Gespräch kamen. Klaus Mensing hat die Zukunftsforen moderiert.

Auf dem Zukunftsforum im Meller Stadtteil Oldendorf am 28. April 2016 ging es auch um die Nachverdichtung einer Einfamilienhaus-Siedlung. Was wollen die Bewohner? Wie sehen sie die Zukunft ihrer Siedlung? Welche städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten sind gewünscht und machbar? Auch wenn durchaus der Wunsch nach Veränderung der Wohnsituation besteht, überwiegen bei den meisten die Beharrungstendenzen, was Wohnsituation und Siedlungsstruktur betrifft.

16-05-03 Zukunftsforum Wohnen Wallenhorst

Das 3. Wallenhorster Zukunftsforum Wohnen am 3. Mai 2016 war mit 50 Gästen sehr gut besucht. Nach Begrüßung durch Bürgermeister Otto Steinkamp skizzierte Klaus Mensing konkrete Optionen für das Wohnen im Alter: in der Immobilie wohnen bleiben, altersgerecht umbauen oder Umzug in eine barrierefreie Wohnung. Weitere Referenten stellten Architektenentwürfe für An- und Umbauten vor sowie eine Plattform für ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe. Beim „Punkte kleben“ an der Stellwand überwiegte die Option „Verkauf + Umzug“ vor „andere Wünsche“, darunter „gemeinschaftliches Wohnen“ (5). „Erweiterung / Anbau“ war kein Thema.

Wichtig ist in beiden Pilotkommunen, im Gespräch mit den Interessierten zu bleiben. Und es müssen konkrete Angebote für komfortable Wohnungen mit Fotos, Grundrissen, Preisen etc. kommuniziert werden, um Anreize für konkretere Überlegungen und Entscheidungen zu geben.

Fotos:
Sabrina Hoffmann
Klaus Mensing
Sven-Martin Holzhaus


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