Demografischer Wandel / Wohnen im Alter

Der Wettbewerb der Regionen und Kommunen wird angesichts veränderter demografischer Vorzeichen immer mehr zu einem Wettbewerb um attraktive Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen. Der „Standortfaktor Demografie“ gewinnt an Bedeutung – für nahezu alle Handlungsfelder.

Die strategischen Handlungsansätze müssen somit frühzeitig und breit ansetzen, um alle relevanten Handlungsfelder und Fachplanungen miteinzubeziehen.

Der Demografische Wandel stellt insbesondere neue Herausforderungen an Wohnwünsche, Wohnformen und Wohnstandorte. Neben Angeboten für junge Pärchen und Familien besteht eine steigende Nachfrage nach altersgerechtem und barrierefreien Wohnraum – verbunden mit einem Strukturwandel in den Einfamilienhaus-Gebieten.

„Jung kauft Alt“ in Bad Laer – eine Zwischenbilanz

Neues Leben in alten Immobilien

 

Das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ der Gemeinde Bad Laer hat sich bewährt: Gut zwei Jahre nach dem Start sind Ende Oktober 2014 mittlerweile 13 von 14 Anträgen bewilligt; ein Antrag konnte aufgrund der Förderrichtlinie nicht bewilligt werden. Fünf der beantragenden Familien haben aus anderen Städten und Gemeinden ihren Wohnsitz nach Bad Laer verlagert. Wenngleich auch fünf der vorherigen Immobilieneigentümer aus Bad Laer weggezogen sind, ist die Bilanz dennoch positiv: Denn die zuziehenden Paare haben zumeist Kinder mitgebracht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Bausubstanz durch neue Bewohner in den alten Häusern erhalten und gleichzeitig die Bevölkerung verjüngt wird.

Dieses mittlerweile in der Fachwelt bekannte Programm der Gemeinde Hiddenhausen wurde in Bad Laer weiter entwickelt zu der Strategie „Komfortabel Wohnen für Jung und Alt”. Ziel dieser Strategie, die seit Herbst 2011 läuft, ist die vorausschauende Revitalisierung des Wohnungsbestandes, indem im Dialog mit den älteren Bewohnern und Eigentümern der Einfamilienhäuser nach Wohnalternativen in Bad Laer gesucht wird und auf der anderen Seite junge Familien und andere Folgenutzer für die Bestandsimmobilien angesprochen und gefördert werden (mit dem Programm „Jung kauft Alt“). Denn in Bad Laer gibt es praktisch keine leerstehenden Wohnimmobilien – es werden jedoch absehbar Immobilien auf den Markt kommen.
 
CONVENT Mensing hat hierfür den fachlichen Input geliefert und übernimmt das laufende Management („Kümmerer“) – in Kooperation mit dem Netzwerk aus Gemeinde, Haus und Grund Osnabrück, Hawes Architekten und dem Landkreis Osnabrück.

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Komfortabel Wohnen für Jung und Alt in Bad Laer

Neues Leben in alten Immobilien


In der Gemeinde Bad Laer altert – wie in den meisten Kommunen – die Bevölkerung. Und deren Immobilien altern mit. In vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern wohnen nur noch Ältere. Gleichzeitig suchen junge Familien Immobilien und Baugrundstücke – am liebsten mittendrin mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zur Schule anstatt im Neubaugebiet am Ortsrand. Zudem produzieren die Neubauten von heute auf der grünen Wiese angesichts der demografisch bedingten rückläufigen Nachfrage nach Wohnungen die Leerstände von morgen im Bestand, der häufig zentral zu den Versorgungseinrichtungen und Geschäften im Zentrum gelegen ist. Diese Herausforderung betrifft Klein- und Mittelstädte ebenso wie Großstädte mit „überalterten“ Stadtteilen; hierdurch wird das Wohnungsangebot zusätzlich verknappt.

Die Gemeinde Bad Laer hat daher die Strategie „Komfortabel Wohnen für Jung und Alt in Bad Laer“ ins Leben gerufen: Ziel ist die Revitalisierung des Wohnungsbestandes, indem im Dialog mit den älteren Bewohnern (sowie Gemeinde und Investoren) nach Wohnalternativen in Bad Laer gesucht wird und auf der anderen Seite junge Familien oder andere Folgenutzer angesprochen werden. CONVENT Mensing hat hierfür den fachlichen Input geliefert – in Kooperation mit dem Netzwerk aus Gemeinde, Haus und Grund Osnabrück, Hawes Architekten und dem Landkreis Osnabrück.

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DVAG-Jahrestagung 2002 – Zwischen Boom und Schrumpfung

„Zwischen Boom und Schrumpfung – Perspektiven des demographischen Umbruchs in Deutschland“ – Federführende Organisation und Moderation der DVAG-Jahrestagung am 11. und 12. Oktober in Hamburg. Moderation der Podiums- und Plenumsdiskussion „Fazit: Worauf müssen wir uns einstellen?“ mit Mitgliedern der Universitäten Dresden, Dortmund und Berlin sowie dem Oberbürgermeister von Gelsenkirchen.

Anpassung der kommunalen Wirtschafts- und Infrastruktur an demographische Trends – eine Praxishilfe von Kommunen für Kommunen

Die Praxishilfe enthält Grundlagen, Beispiele und Tipps zur Erarbeitung von Datengrundlagen (Daten-Set Demographischer Wandel), Szenarien und Handlungsempfehlungen (Checkliste) sowie Steuerung der Wirtschafts- und Infrastrukturentwicklung im demographischen Wandel auf kommunaler und regionaler Ebene. Erstellt durch CONVENT im Rahmen des MORO Seniorenorientierter Wirtschaftsraum K.E.R.N. im Arbeitskreis Modellkommunen / -regionen unter Mitarbeit und anhand von Daten und Trends der Landeshauptstadt Kiel, der Stadt Büdelsdorf, des Barkauer Landes und der Landesplanung Schleswig-Holstein (2003-2006).

Von anderen lernen – gute Beispiele aus der Praxis

Viele Regionen und Kommunen stehen angesichts der demografischen Trends vor vergleichbaren Herausforderungen. Hierfür gibt es keine Patentrezepte, allerdings in der kommunalen Praxis erprobte und übertragbare Strategien und Instrumente, die auf die eigene Gemeinde, Stadt oder Region angewendet werden können. Man muss das Rad daher nicht immer wieder neu erfinden.

Die Datenbank Demografieprojekte von CONVENT Mensing enthält gute Beispiele im Umgang mit dem demografischen Wandel – u. a. aus den Handlungsfeldern Siedlungsentwicklung, Wohnen, Einzelhandel / Nahversorgung, Stärkung der Ortskerne und Zentren, soziale und technische Infrastruktur. Diese Beispiele aus der Praxis für die Praxis fließen in unsere Beratungen und Demografie-Workshops ein, oder wir präsentieren sie im Rahmen von Vorträgen – z. B. bei der Eröffnung der „Ideenbörse Demografischer Wandel“ der Region Hannover am 7. April 2011.

Demografie-Workshops

Was kommt auf unsere Kommune oder Region angesichts der demografischen Trends zu? Was müssen wir wissen, um frühzeitig reagieren zu können? Was müssen wir tun und welche kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten haben wir? Was können wir von anderen lernen? Und wer kümmert sich darum?

Anhand dieser Leitfragen führt CONVENT Mensing seit vielen Jahren Demografie-Workshops durch. Neben einem bewährten Moderationskonzept setzen wir hierfür u. a. zwei Instrumente ein: Mit Hilfe der Strategie-Matrix lässt sich relativ einfach ein Überblick über die wichtigsten Trends und Handlungsoptionen erarbeiten. Die Checkliste bietet Fragen zur vertieften Analyse für einzelne Handlungsfelder, die individuell für die Kommune oder Region beantwortet werden können. Beide Instrumente finden Sie in unserem Download-Bereich unter „Arbeitshilfen“.