Lösungen für die Herausforderungen des demografischen Wandels

Der Wettbewerb der Regionen und Kommunen wird angesichts veränderter demografischer Vorzeichen immer mehr zu einem Wettbewerb um attraktive Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen. Der „Standortfaktor Demografie“ gewinnt an Bedeutung – für nahezu alle Handlungsfelder.

Die strategischen Handlungsansätze müssen somit frühzeitig und breit ansetzen, um alle relevanten Handlungsfelder und Fachplanungen miteinzubeziehen.

Komfortabel Wohnen für Jung und Alt in Bad Laer

Neues Leben in alten Immobilien


In der Gemeinde Bad Laer altert – wie in den meisten Kommunen – die Bevölkerung. Und deren Immobilien altern mit. In vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern wohnen nur noch Ältere. Gleichzeitig suchen junge Familien Immobilien und Baugrundstücke – am liebsten mittendrin mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zur Schule anstatt im Neubaugebiet am Ortsrand. Zudem produzieren die Neubauten von heute auf der grünen Wiese angesichts der demografisch bedingten rückläufigen Nachfrage nach Wohnungen die Leerstände von morgen im Bestand, der häufig zentral zu den Versorgungseinrichtungen und Geschäften im Zentrum gelegen ist. Diese Herausforderung betrifft Klein- und Mittelstädte ebenso wie Großstädte mit „überalterten“ Stadtteilen; hierdurch wird das Wohnungsangebot zusätzlich verknappt.

Die Gemeinde Bad Laer hat daher die Strategie „Komfortabel Wohnen für Jung und Alt in Bad Laer“ ins Leben gerufen: Ziel ist die Revitalisierung des Wohnungsbestandes, indem im Dialog mit den älteren Bewohnern (sowie Gemeinde und Investoren) nach Wohnalternativen in Bad Laer gesucht wird und auf der anderen Seite junge Familien oder andere Folgenutzer angesprochen werden. CONVENT Mensing hat hierfür den fachlichen Input geliefert – in Kooperation mit dem Netzwerk aus Gemeinde, Haus und Grund Osnabrück, Hawes Architekten und dem Landkreis Osnabrück.

Mehr zu diesem Projekt

DVAG-Jahrestagung 2002 – Zwischen Boom und Schrumpfung

„Zwischen Boom und Schrumpfung – Perspektiven des demographischen Umbruchs in Deutschland“ – Federführende Organisation und Moderation der DVAG-Jahrestagung am 11. und 12. Oktober in Hamburg. Moderation der Podiums- und Plenumsdiskussion „Fazit: Worauf müssen wir uns einstellen?“ mit Mitgliedern der Universitäten Dresden, Dortmund und Berlin sowie dem Oberbürgermeister von Gelsenkirchen.

Anpassung der kommunalen Wirtschafts- und Infrastruktur an demographische Trends – eine Praxishilfe von Kommunen für Kommunen

Die Praxishilfe enthält Grundlagen, Beispiele und Tipps zur Erarbeitung von Datengrundlagen (Daten-Set Demographischer Wandel), Szenarien und Handlungsempfehlungen (Checkliste) sowie Steuerung der Wirtschafts- und Infrastrukturentwicklung im demographischen Wandel auf kommunaler und regionaler Ebene. Erstellt durch CONVENT im Rahmen des MORO Seniorenorientierter Wirtschaftsraum K.E.R.N. im Arbeitskreis Modellkommunen / -regionen unter Mitarbeit und anhand von Daten und Trends der Landeshauptstadt Kiel, der Stadt Büdelsdorf, des Barkauer Landes und der Landesplanung Schleswig-Holstein (2003-2006).

Von anderen lernen – gute Beispiele aus der Praxis

Viele Regionen und Kommunen stehen angesichts der demografischen Trends vor vergleichbaren Herausforderungen. Hierfür gibt es keine Patentrezepte, allerdings in der kommunalen Praxis erprobte und übertragbare Strategien und Instrumente, die auf die eigene Gemeinde, Stadt oder Region angewendet werden können. Man muss das Rad daher nicht immer wieder neu erfinden.

Die Datenbank Demografieprojekte von CONVENT Mensing enthält gute Beispiele im Umgang mit dem demografischen Wandel – u. a. aus den Handlungsfeldern Siedlungsentwicklung, Wohnen, Einzelhandel / Nahversorgung, Stärkung der Ortskerne und Zentren, soziale und technische Infrastruktur. Diese Beispiele aus der Praxis für die Praxis fließen in unsere Beratungen und Demografie-Workshops ein, oder wir präsentieren sie im Rahmen von Vorträgen – z. B. bei der Eröffnung der „Ideenbörse Demografischer Wandel“ der Region Hannover am 7. April 2011.

Demografie-Workshops

Was kommt auf unsere Kommune oder Region angesichts der demografischen Trends zu? Was müssen wir wissen, um frühzeitig reagieren zu können? Was müssen wir tun und welche kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten haben wir? Was können wir von anderen lernen? Und wer kümmert sich darum?

Anhand dieser Leitfragen führt CONVENT Mensing seit vielen Jahren Demografie-Workshops durch. Neben einem bewährten Moderationskonzept setzen wir hierfür u. a. zwei Instrumente ein: Mit Hilfe der Strategie-Matrix lässt sich relativ einfach ein Überblick über die wichtigsten Trends und Handlungsoptionen erarbeiten. Die Checkliste bietet Fragen zur vertieften Analyse für einzelne Handlungsfelder, die individuell für die Kommune oder Region beantwortet werden können. Beide Instrumente finden Sie in unserem Download-Bereich unter „Arbeitshilfen“.

Innovative Projekte zur Regionalentwicklung – Modellvorhaben der Raumordnung

Demografische Trends, Infrastrukturanpassung, nachhaltige Siedlungsentwicklung und regionalwirtschaftliche Handlungsstrategien: Forschungsassistenz im Themenschwerpunkt Infrastruktur und demografischer Wandel und Nachhaltige Siedlungsentwicklung für das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: fachliche Begleitung von bundesweit dreizehn Regionen, Organisation und Moderation von Werkstätten und Fachtagungen sowie Ergebnistransfer.

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn (2003-2006)