Was kommt, wenn der Handel geht?

Neue Nutzungen für Zentren mit Zukunft

Die Transformation der Zentren hat seit Corona an Dynamik gewonnen. Dabei wird der Handel auch zukünftig eine Rolle spielen – muss jedoch ergänzt werden um „neue“ Nutzungen, die neue Zielgruppen und Frequenz bringen und dadurch die Attraktivität des Zentrums als urbanen Marktplatz mit neuen Aufenthalts- und Erlebnisqualitäten erhöhen.

Der Fokus liegt auf „urbanen Offline-Perlen“: Nutzungen, die persönliche Kontakte erfordern und nicht digitalisiert werden können und Menschen ins Zentrum locken: Gastronomie und Freizeit / Sport, Kunst und Kultur, Bildung, Gesundheit, soziale Infrastruktur wie z.B. eine Kita oder eine Bücherei sowie Coworking-Spaces. Zudem sind Flächenangebote zu schaffen, um Handwerk und urbane Produktion zurück in die Zentren zu holen. Da diese Nutzungen meist nicht die Mieten des Handels zahlen können, sind die Eigentümer frühzeitig ins Boot zu holen und neue Geschäftsmodelle für die Immobilien (mixed-use) zu erarbeiten.

Klaus Mensing hat 2019 / 2020 eine Arbeitsgruppe der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft zum Thema „Zukunft der (Stadt-) Zentren ohne Handel? Neue Impulse und Nutzungen für Zentren mit Zukunft“ geleitet, die ein Positionspapier erarbeitet hat.