Ein interkommunales Gewerbegebiet für Mitteldithmarschen

Das Amt Mitteldithmarschen hat CONVENT Mensing mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein interkommunales Gewerbegebiet im Suchraum A 23 / B 431 / L 146 beauftragt. Hintergrund ist die Tatsache, dass einerseits derzeit keine ausreichenden und geeigneten Flächen zur Verfügung stehen und andererseits weder die Stadt Meldorf (Unterzentrum mit Teilfunktion als Mittelzentrum) noch die Gemeinde Albersdorf (Unterzentrum) als Zentrale Orte in der Lage sind, großflächige Gewerbegebiete zu entwickeln. Ziel der Machbarkeitsstudie ist das Aufzeigen eines erfolgversprechenden und raumplanerisch sinnvollen interkommunalen Gewerbegebietes – einschließlich Kooperationsvereinbarung mit Aufteilung der Kosten und Erträge sowie Aussagen zur Profilierung. Die Ziele sind klar formuliert; die Umsetzung erfolgt im Dialog mit den Akteuren in der Region.

Im Februar 2021 wurden die 24 Amtskommunen schriftlich nach Gewerbeflächenbedarfen und -potenzialen befragt, der Rücklauf (mit einer Quote von 58 %) im März durch CONVENT Mensing ausgewertet.

Die Machbarkeitsstudie ist somit wichtige Grundlage und „Leitbild“ für die Gewerbeflächenentwicklung im Amt für die nächsten 10-15 Jahre und soll nach Abstimmung mit der Landesplanung in die Fortschreibung des Regionalplans (derzeit frühe Entwurfsfassung) aufgenommen werden.

Interkommunale Gewerbegebiete haben auch in Schleswig-Holstein eine lange Tradition und resultieren aus der Erkenntnis, dass die gemeinsame Flächenentwicklung für die beteiligten Kommunen meist finanziell attraktiver ist, da die Kosten geteilt werden. Denn dem Wunsch, eine eigene Gewerbefläche auszuweisen, stehen häufig die mangelnden personellen und finanziellen Ressourcen für Erschließung und Vermarktung entgegen. Dies gilt gerade für die vielen kleinen Gemeinden im Amt Mitteldithmarschen. Daraus lassen sich praxisnahe Erfahrungen ableiten.

Quelle der Karte: GEFIS Metropolregion Hamburg / GEODOK GmbH