Neue Perspektiven für alte Einfamilienhausgebiete

Klaus Mensing stellt neue Strategien auf Tagung in Loccum vor

Klaus Mensing und Frank Scheckelhoff in Loccum (Bild: T. Mantz)

Die Weiterentwicklung älterer Einfamilienhausgebiete ist ein neues Handlungsfeld, das bislang erst ansatzweise im Fokus der Kommunen und der Wohnungswirtschaft ist. Die Trends sind bekannt: Die Wohnbevölkerung altert – und die Immobilien altern mit. In vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern wohnen nur noch Ältere, wodurch der Generationenwechsel verlangsamt und das Wohnungsangebot de facto verknappt wird. Denn gleichzeitig suchen junge Familien, Paare und Singles Immobilien – am liebsten mittendrin mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zur Schule anstatt im Neubaugebiet am Ortsrand. Zudem produzieren die Neubauten von heute am Rand angesichts der rückläufigen Nachfrage nach Wohnungen die Leerstände von morgen im Bestand, der häufig zentral zu den Versorgungseinrichtungen und Geschäften im Zentrum liegt. Diese Herausforderung betrifft Klein- und Mittelstädte ebenso wie Großstädte mit „überalterten“ Stadtteilen.

Auf der Tagung der Evangelischen Akademie Loccum „Umbau am Stadtrand? Perspektiven für Einfamilienhaus-Wohngebiete in schrumpfenden Klein- und Mittelstädten“ am 16. bis 18. Oktober 2013 hat Klaus Mensing gemeinsam mit Frank Scheckelhoff von der Gemeinde Bad Laer die Strategie „Komfortabel wohnen für Jung und Alt in Bad Laer“ vorgestellt und diskutiert. (Foto: Thorsten Mantz)

Einfamilienhausgebiet Bad Laer

Dieser innovative Ansatz ist auf positive Resonanz gestoßen: gerade in der integrativen Verknüpfung der Ziele wie Innenentwicklung, Stärkung des Ortskerns, Revitalisierung des Wohnungsbestands, Angebote für Wohnen im Alter, Wohnangebote für Familien etc. Die Initiierung und das Management von Umzugsketten statt Altersgerecht Umbauen heißt: „Alt“ zieht in eine komfortable Wohnung und „Jung“ kann die Bestandsimmobilie (energetisch) modernisieren. CONVENT Mensing steuert und moderiert als externer Kümmerer den Prozess – gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe.

Dieser strategische Ansatz ist ein zurzeit noch fehlender Baustein der Beratung für Menschen in älteren Einfamilienhausgebieten – neben Wohnberatung, altersgerecht Umbauen etc.

Programmflyer Loccum

Hier finden Sie den Beitrag von Klaus Mensing und Frank Scheckelhoff = Auszug aus dem “Loccumer Protokoll” 60/13 – Umbau am Stadtrand? Perspektiven für Einfamilienhaus-Wohngebiete in schrumpfenden Klein- und Mittelstädten.

Dokumentation – Neue Initiativen für alternde Immobilienbestände