Stadtentwicklung, Ortsentwicklung

Jede Kommune hat ihren Charme – und ihre ganz individuellen Herausforderungen. Einen attraktiven Nutzungsmix als Voraussetzung für Frequenz, Städtebau und Gestaltung als Voraussetzung für Aufenthaltsqualität sowie Kooperation der Grundeigentümer, Nutzer / Geschäftsleute und der Kommune als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Strategien und Maßnahmen.

Wichtig ist daher der Blick fürs Ganze, um gemeinsam passgenaue Strategien zu erarbeiten.

Stadtentwicklungskonzept Bargteheide

Die Stadt Bargteheide denkt über die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes nach – als Basis für die strategische Planung der nächsten 15 bis 20 Jahre und die Neuaufstellung des F-Plans sowie als Entscheidungsgrundlage für anstehende Planungen und Projekte. Als Input hat Klaus Mensing im Februar Ziele und Vorgehensweisen von Stadtentwicklungskonzepten vorgestellt: neben dem „klassischen“ Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) auch ein stärker umsetzungsorientiertes Stadtentwicklungskonzept (USEK).

Das USEK-Prinzip: Auf zwei moderierten „Findungs-Workshops“ im Juli und September 2015 wurden zunächst – vorbereitet durch eine Befragung der Stadtvertreter – die Vorstellungen, relevanten Themen / Herausforderungen und Entwicklungsziele anhand der Kenntnisse von Politik und Verwaltung zusammengestellt und diskutiert, die für die Stadtentwicklung von Bargteheide derzeit im Vordergrund stehen bzw. für die Zukunft eine strategische Rolle spielen. Geplant ist ein Stadtdialog, um die Themen und möglichen Planungsalternativen zu diskutieren. Der Prozess ist von Beginn an beteiligungs- und ergebnisorientiert, es sind vergleichsweise kurzfristige Entscheidungen bzgl. prioritärer Projekte möglich.

Ortszentrum Oyten

Die Gemeinde Oyten plant ein neues Ortszentrum an der Hauptstraße, bestehend aus einigen Ankernutzungen von Einzelhandel, Dienstleistern und Gastronomie, sowie die Realisierung von Wohnungen und einen „Multifunktionsplatz“. Ein wesentliches Ziel ist dabei eine Steigerung der Frequenz im Ortszentrum und somit die Stärkung der Geschäfte. Das Vorhaben ist das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs sowie eines Beteiligungsverfahrens und erfolgt in der Förderkulisse des Stadtumbau West.

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Stärkung ländlicher Siedlungen

Im Zentrum des Meller Ortsteils Riemsloh (ca. 3.500 Einwohner, darunter 2.500 Einwohner im Kernort) haben der demografische Wandel und die Trends im Einzelhandel sichtbare Zeichen gesetzt. Mit Schwerpunkt auf der Ortskernentwicklung soll nun ein Masterplan Riemsloh für Jung und Alt erarbeitet werden. Damit auch zukünftig ein attraktiver Ortskern und eine bedarfsgerechte Infrastruktur im Stadtteil vorhanden sind, werden aufbauend auf eine Ist-Analyse (Altersstruktur, Leerstände etc.) konkrete Maßnahmen zur Belebung des Ortskerns erarbeitet und umgesetzt. Wichtige Themen sind Wohnen im Alter (Nachnutzung und Inwertsetzung des Bestandes sowie Neubau), Versorgung und Gesundheit.

Das Projekt wird gefördert durch den Zukunftsfonds Ortskernentwicklung und unterstützt durch CONVENT Mensing und den Landkreis Osnabrück.

Foto: Stadt Melle

Neue Nutzungen im historischen Bestand

Die Lage: Eine ehemalige Geschäftsstraße mit attraktiven historischen Wohngebäuden am Rande des Ortskerns, deren zunehmende Funktionsverluste und Geschäfts-Leerstände im Erdgeschoss negativ auf den Ortskern ausstrahlen.

In Bad Essen erarbeitet CONVENT Mensing daher mit einem Arbeitskreis aus Vertretern der Gemeinde, des Gewerbevereins und des Landkreises Osnabrück ein „Entwicklungskonzept Nikolaistraße“, um im Dialog mit den Immobilieneigentümern neue machbare Nutzungen zu finden – darunter auch die Umnutzung leerer Geschäfte zu Wohnraum.

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Komfortabel Wohnen für Jung und Alt in Bad Laer

Neues Leben in alten Immobilien


In der Gemeinde Bad Laer altert – wie in den meisten Kommunen – die Bevölkerung. Und deren Immobilien altern mit. In vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern wohnen nur noch Ältere. Gleichzeitig suchen junge Familien Immobilien und Baugrundstücke – am liebsten mittendrin mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zur Schule anstatt im Neubaugebiet am Ortsrand. Zudem produzieren die Neubauten von heute auf der grünen Wiese angesichts der demografisch bedingten rückläufigen Nachfrage nach Wohnungen die Leerstände von morgen im Bestand, der häufig zentral zu den Versorgungseinrichtungen und Geschäften im Zentrum gelegen ist. Diese Herausforderung betrifft Klein- und Mittelstädte ebenso wie Großstädte mit „überalterten“ Stadtteilen; hierdurch wird das Wohnungsangebot zusätzlich verknappt.

Die Gemeinde Bad Laer hat daher die Strategie „Komfortabel Wohnen für Jung und Alt in Bad Laer“ ins Leben gerufen: Ziel ist die Revitalisierung des Wohnungsbestandes, indem im Dialog mit den älteren Bewohnern (sowie Gemeinde und Investoren) nach Wohnalternativen in Bad Laer gesucht wird und auf der anderen Seite junge Familien oder andere Folgenutzer angesprochen werden. CONVENT Mensing hat hierfür den fachlichen Input geliefert – in Kooperation mit dem Netzwerk aus Gemeinde, Haus und Grund Osnabrück, Hawes Architekten und dem Landkreis Osnabrück.

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Neue Perspektiven für alte Einfamilienhausgebiete

Klaus Mensing stellt neue Strategien auf Tagung in Loccum vor

Die Weiterentwicklung älterer Einfamilienhausgebiete ist ein neues Handlungsfeld, das bislang erst ansatzweise im Fokus der Kommunen und der Wohnungswirtschaft ist. Die Trends sind bekannt: Die Wohnbevölkerung altert – und die Immobilien altern mit. In vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern wohnen nur noch Ältere, wodurch der Generationenwechsel verlangsamt und das Wohnungsangebot de facto verknappt wird. Denn gleichzeitig suchen junge Familien, Paare und Singles Immobilien – am liebsten mittendrin mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zur Schule anstatt im Neubaugebiet am Ortsrand. Zudem produzieren die Neubauten von heute am Rand angesichts der rückläufigen Nachfrage nach Wohnungen die Leerstände von morgen im Bestand, der häufig zentral zu den Versorgungseinrichtungen und Geschäften im Zentrum liegt. Diese Herausforderung betrifft Klein- und Mittelstädte ebenso wie Großstädte mit „überalterten“ Stadtteilen.

Auf der Tagung der Evangelischen Akademie Loccum „Umbau am Stadtrand? Perspektiven für Einfamilienhaus-Wohngebiete in schrumpfenden Klein- und Mittelstädten“ am 16. bis 18. Oktober 2013 hat Klaus Mensing gemeinsam mit Frank Scheckelhoff von der Gemeinde Bad Laer die Strategie „Komfortabel wohnen für Jung und Alt in Bad Laer“ vorgestellt und diskutiert. (Foto: Thorsten Mantz)

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