Was kommt, wenn der Handel geht?

Neue Nutzungen für Zentren mit Zukunft

Der Strukturwandel im Einzelhandel mit den sichtbaren Folgen für die Zentren wie zunehmende Leerstände sind aktuelle Herausforderungen, auf die Antworten gefunden werden müssen. In vielen Klein- und Mittelstädten sowie B- und C-Lagen größerer Städte lassen sich nicht mehr für alle Lagen und Immobilien neue Einzelhandelsgeschäfte als Folgenutzungen gewinnen. Insofern sind neue Strategien und Instrumente für eine gesteuerte Transformation der Zentren zu entwickeln.

Dabei wird der Handel auch zukünftig eine Rolle spielen – muss jedoch ergänzt werden um neue Nutzungen, die neue Zielgruppen und Frequenz bringen und dadurch die Attraktivität des Zentrums als urbanem Marktplatz mit neuen Aufenthalts-, Kommunikations- und Erlebnisqualitäten erhöhen. Der Fokus liegt auf „urbanen Offline-Perlen“: Nutzungen, die persönliche Kontakte erfordern und nicht digitalisiert werden können, Menschen ins Zentrum locken und zeitgemäße Treffpunkte bieten: Gastronomie und Freizeit / Sport, Kunst und Kultur, Bildung, Gesundheit oder Pflege, Einrichtungen der sozialen Infrastruktur wie z.B. eine Kita oder eine Bücherei sowie Coworking-Spaces. Zudem sind Flächenangebote zu schaffen, um Handwerk und urbane Produktion zurück in die Zentren zu holen.

Bei CONVENT Mensing stehen diese Fragen bei vielen Projekten im Mittelpunkt: City-Offensive Bramsche, Reallabor Ortskern Bad Essen, Zukunftswerkstatt Innenstadt Holzminden 2022 oder neue Innenstadtprojekte im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsräume Niedersachsen“

Das Thema ist mittlerweile in der Fachdiskussion angekommen: Im Rahmen des 25. IHK-Forums Stadtmarketing in Hannover moderierte Klaus Mensing einen Workshop zum Thema. Auf dem Deutschen Kongress für Geographie diskutierte Klaus Mensing im Rahmen einer Session die Frage „Was kommt, wenn der Handel geht?“ Zudem war er Referent bei Veranstaltungen des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB).

Seit Juli leitet Klaus Mensing zudem den Ad-hoc-Arbeitskreis „Zukunft der (Stadt-)Zentren ohne Handel? Neue Impulse und Nutzungen für Zentren mit Zukunft“ der LAG Nordwest der Akademie für Raumforschung Landesplanung (ARL).

19-07-29_Was kommt, wenn der Handel geht (Mensing-STANDORT)

Stadtmarketingflyer 2019

In den genannten Projekten geht es im Wesentlichen um folgende strategische Leitfragen:

  • Welche Geschäfte sind 2025 (noch) vorhanden?
  • An welchen Standorten ist (neuer) Einzelhandel auf lange Sicht tragfähig?
  • Welche (neuen) Nutzungen außerhalb des Handels könnten an welchen Standorten / in welchen Immobilien angesiedelt werden?
  • Welche Besuchsanlässe und Aufenthaltsqualitäten bietet dann der öffentliche Raum?
  • Wie sehen Altersstruktur und Einkaufspräferenzen der Kunden aus, die dann (noch) im Ortskern / in der Innenstadt einkaufen oder sich dort aufhalten?
  • Wie ist die Erreichbarkeit des Zentrums und der Geschäfte für alle Mobilitätsgruppen?
  • Wie lassen sich die bisherigen Online-Aktivitäten so ausbauen, dass auch die jüngeren Online-Shopper erreicht werden: online sowie idealerweise im Geschäft?
  • Welche Personen / Ressourcen stehen für die zukünftige Ortskernentwicklung zur Verfügung?

Diese Fragen können in einer kleinen Runde vor Ort mit fachlichen Input durch CONVENT Mensing in relativ kurzer Zeit konkretisiert werden: Ausgangssituation kritisch analysieren, Trends skizzieren, Ziele formulieren, erste Maßnahmen kreieren … So ergeben sich Eckpunkte für einen Masterplan für das Zentrum – als zukünftige Handlungsgrundlage.

Interessiert? Fragen zu den genannten Projekten sowie erfolgreiche Strategien und Maßnahmen beantworten wir Ihnen gerne.