Lösungen für die Herausforderungen des demografischen Wandels

Der Wettbewerb der Regionen und Kommunen wird angesichts veränderter demografischer Vorzeichen immer mehr zu einem Wettbewerb um attraktive Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen. Der „Standortfaktor Demografie“ gewinnt an Bedeutung – für nahezu alle Handlungsfelder.

Die strategischen Handlungsansätze müssen somit frühzeitig und breit ansetzen, um alle relevanten Handlungsfelder und Fachplanungen miteinzubeziehen.

Wohnraumversorgungskonzept des Landkreises Osnabrück

Das Wohnraumversorgungskonzept Landkreis Osnabrück (WVK 2017) mit den Gemeindesteckbriefen und der ToolBox Wohnen soll einen Beitrag zur aktiven Mitgestaltung der lokalen Wohnungsmärkte leisten, damit diese für die kommenden Generationen auch weiterhin attraktiv, marktgerecht und im interkommunalen Wettbewerb konkurrenzfähig sind.

Ziele sind:

  • Menschen im Landkreis Osnabrück halten und neue hinzugewinnen – im interregionalen Wettbewerb.
  • Langfristig stabile Siedlungsstrukturen im Landkreis Osnabrück sichern – mit lebendigen Zentren, Auslastung der Infrastruktur etc.

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Wohnungsmarkt Landkreis Osnabrück 2016 / 2017

Markttrends, Wohnraumversorgung und Flächenmobilisierung

 

Der Demografische Wandel stellt neue Herausforderungen an Wohnwünsche, Wohnformen und Wohnstandorte. Neben Angeboten für Start-up-Pärchen und Familien besteht eine steigende Nachfrage nach altersgerechtem und barrierefreien Wohnraum – verbunden mit einem Strukturwandel in den Einfamilienhaus-Gebieten. Diese Nachfrage ist nicht nur über Neubau zu realisieren, sondern muss auch durch den Umbau des Bestands gedeckt werden. Für Neubau und Nachverdichtung werden zudem Flächen benötigt – kein leichtes Unterfangen. Um in den Städten und Gemeinden eine erfolgreiche und nachfragegerechte Wohnraumentwicklung mit den „passenden“ Wohnraumangeboten für die unterschiedlichen Zielgruppen zu erreichen, ist daher frühzeitig der Dialog mit den Marktakteuren zu suchen.

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Perspektiven für alternde Einfamilienhausgebiete

Zukunftsforen zum Wohnen im Alter in Melle und Wallenhorst

Wie stellen sie sich die Bewohner „alter“ Siedlungen ihr Wohnen im Alter vor? Die Meinungen dazu sind so individuell wie die Menschen, die sich äußern. Während die einen so lange wie möglich in ihrem Haus wohnen und es altersgerecht und energetisch sanieren wollen, möchten die anderen ihre arbeitsintensive Immobilie mit großem Garten lieber zeitnah verkaufen und in eine barrierefreie, citynahe Wohnung mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zu Gesundheitsdienstleistungen umziehen.

In den beiden Pilotgemeinden zum Projekt „Wohnen mit Zukunft – Orte mit Zukunft“ im Landkreis Osnabrück, Melle und Wallenhorst, fanden im April und Mai weitere Zukunftsforen statt, bei denen interessierte Bürgerinnen und Bürger mit der Gemeinde sowie VertreterInnen aus der Wohnungswirtschaft, von Gesundheits- und Pflegediensten und dem Seniorenbeirat ins Gespräch kamen. Klaus Mensing hat die Zukunftsforen moderiert.

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Wohnen mit Zukunft in alten Siedlungen

Das Format „Zukunftsforum“ hat sich bewährt

 

Wie zufrieden sind die Bewohner „alter“ Siedlungen oder Immobilien? Wie stellen sie sich ihr Wohnen im Alter vor? Darum ging es bei drei Zukunftsforen in Melle-City, Melle-Riemsloh und Wallenhorst im September 2015. Die Meinungen dazu sind so individuell wie die Menschen, die sich äußern. Während die einen so lange wie möglich in ihrem Haus wohnen und es altersgerecht und energetisch sanieren wollen, möchten die anderen ihre arbeitsintensive Immobilie mit großem Garten lieber zeitnah verkaufen und in eine barrierefreie, citynahe Wohnung mit kurzen Wegen zum Einkaufen und zu Gesundheitsdienstleistungen umziehen.

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Auch wachsende Städte altern – mit Konsequenzen für den Wohnungsbestand

Vortrag von Klaus Mensing zum Thema „Wohnlotsen“

 

Der Kreis Stormarn wird – wie das nördliche Hamburger Umland insgesamt – in den nächsten Jahren weiter wachsen. Der Kreis hat daher eine „Anpassungsstrategie für den Siedlungs- und Wohnungsbau im demografischen Wandel“ erarbeiten lassen. Neben Neubaugebieten geht es dabei auch um die Revitalisierung des innerörtlich gelegenen Wohnungsbestandes. Denn bei allem Wachstum altern die Gemeinden im nördlichen Umland, die Haushalte werden kleiner und es sind Angebote für komfortables Wohnen im Alter gefragt.

Klaus Mensing hat auf der Abschlussveranstaltung am 1. Juli 2015 in Bad Oldesloe einen Vortrag über das Projekt „Komfortabel Wohnen für Jung und Alt in Bad Laer“ gehalten. Dabei geht es darum, dass die Gemeinde eine „Wohnlotsenfunktion“ übernimmt: Beratung von Senioren zu alternativen Wohnmöglichkeiten im Ort und parallel Gespräche mit Investoren zur Entwicklung seniorengerechter Neubauprojekte. Ziel ist es, frühzeitig mit älteren Menschen und Investoren ins Gespräch zu kommen, um das Angebot seniorengerechter Wohnungen mit der Nachfrage aus dem Ort in Deckung zu bringen.

„Jung kauft Alt“ in Bad Laer – eine Zwischenbilanz

Neues Leben in alten Immobilien

 

Das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ der Gemeinde Bad Laer hat sich bewährt: Gut zwei Jahre nach dem Start sind Ende Oktober 2014 mittlerweile 13 von 14 Anträgen bewilligt; ein Antrag konnte aufgrund der Förderrichtlinie nicht bewilligt werden. Fünf der beantragenden Familien haben aus anderen Städten und Gemeinden ihren Wohnsitz nach Bad Laer verlagert. Wenngleich auch fünf der vorherigen Immobilieneigentümer aus Bad Laer weggezogen sind, ist die Bilanz dennoch positiv: Denn die zuziehenden Paare haben zumeist Kinder mitgebracht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Bausubstanz durch neue Bewohner in den alten Häusern erhalten und gleichzeitig die Bevölkerung verjüngt wird.

Dieses mittlerweile in der Fachwelt bekannte Programm der Gemeinde Hiddenhausen wurde in Bad Laer weiter entwickelt zu der Strategie „Komfortabel Wohnen für Jung und Alt”. Ziel dieser Strategie, die seit Herbst 2011 läuft, ist die vorausschauende Revitalisierung des Wohnungsbestandes, indem im Dialog mit den älteren Bewohnern und Eigentümern der Einfamilienhäuser nach Wohnalternativen in Bad Laer gesucht wird und auf der anderen Seite junge Familien und andere Folgenutzer für die Bestandsimmobilien angesprochen und gefördert werden (mit dem Programm „Jung kauft Alt“). Denn in Bad Laer gibt es praktisch keine leerstehenden Wohnimmobilien – es werden jedoch absehbar Immobilien auf den Markt kommen.
 
CONVENT Mensing hat hierfür den fachlichen Input geliefert und übernimmt das laufende Management („Kümmerer“) – in Kooperation mit dem Netzwerk aus Gemeinde, Haus und Grund Osnabrück, Hawes Architekten und dem Landkreis Osnabrück.

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