Stadtentwicklung, Ortsentwicklung

Jede Kommune hat ihren Charme – und ihre ganz individuellen Herausforderungen. Einen attraktiven Nutzungsmix als Voraussetzung für Frequenz, Städtebau und Gestaltung als Voraussetzung für Aufenthaltsqualität sowie Kooperation der Grundeigentümer, Nutzer / Geschäftsleute und der Kommune als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Strategien und Maßnahmen.

Wichtig ist daher der Blick fürs Ganze, um gemeinsam passgenaue Strategien zu erarbeiten.

Kita, Kultur, Coworking – Was kommt, wenn der Handel geht?

Neue Ideen für bekannte Herausforderungen

Der Strukturwandel im Einzelhandel mit den bekannten Folgen ist ein Dauerthema in vielen Städten und Gemeinden: Zunehmende Leerstände, zu kleine Flächen, fehlende Nachfolgeperspektiven und seit einigen Jahren der Onlinehandel als Trendverstärker sind aktuelle Herausforderungen, auf die Antworten gefunden werden müssen. Nicht nur die Beratungspraxis von CONVENT Mensing zeigt, dass insbesondere in vielen Klein- und Mittelstädten die Chancen gering sind, neue klassische Einzelhandelsgeschäfte im Zentrum anzusiedeln bzw. als Folgenutzungen für Leerstände zu finden. Angesichts laufender Transformationsprozesse sind die Zentren somit neu zu denken!

Welche neuen Nutzungen außerhalb des Handels könnten zusätzliche Zielgruppen ansprechen und dadurch die Frequenz sowie die Verweildauer der Bewohner und Kunden im Zentrum erhöhen – auch im Zusammenspiel mit den vorhandenen Geschäften? Dienstleistungen, Handwerk und urbane Produktion, Gastronomie, Freizeit und Kultur, soziale Infrastruktur wie z.B. Kitas oder – als neuer Trend – Coworking. Grundsätzlicher gefragt: Wie sieht die Innenstadt bzw. der Ortskern der Zukunft in Klein- und Mittelstädten aus? Wandeln sich die Zentren (weiter) von der Marktplatz- und Handelsfunktion in Richtung Treffpunkt und soziale Mitte („third place“) mit neuen Aufenthalts-, Kommunikations- und Erlebnisqualitäten?

Diese Fragen stehen auf der Agenda der laufenden Beratungspraxis von CONVENT Mensing. Zudem bereitet Klaus Mensing eine Arbeitsgruppe der LAG Nordwest der Akademie für Raumforschung und Landesplanung zum Thema „Zukunft der (Stadt-) Zentren ohne Handel?“ vor.

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Ein neuer Dorfmittelpunkt

Ortskernentwicklungskonzept und Dorfgemeinschaftszentrum für die Gemeinde Haale

Die Dorfmitte der Gemeinde Haale soll wieder mit Leben erfüllt werden. Hierzu erarbeitet die Gemeinde mit Unterstützung durch das Büro CONVENT Mensing ein Ortskernentwicklungskonzept (OEK). Wichtigstes Ziel ist der Bau eines neuen Dorfgemeinschaftszentrums (DGZ). Durch eine tragfähige Folgenutzung für den 2016 abgebrannten Timm‘s Gasthof soll dem sozialen und kulturellen Leben wieder ein Ort – und somit auch ein Dorfmittelpunkt – gegeben werden. Weitere Themen des OEK sind (Wohn-)Angebote für ältere und junge Mitbürger*innen sowie eine Stärkung der Jugendarbeit, der Kultur und des Vereinslebens, insbesondere des Sports.

Auf den bisherigen Werkstätten wurden konkrete Ideen diskutiert: insbesondere das von CONVENT Mensing skizzierte Nutzungs- und Betriebskonzept – von Hausmeister- und Reinigungstätigkeiten über die Bewirtung bis zu (kulturellen) Veranstaltungen und deren Vermarktung. Ein Modell wäre: Die Gemeinde vermietet den Saal – die Veranstalter (Vereine, Feuerwehr, Private) kümmern sich selbst um Organisation, Musik und Bewirtung. Weitere Synergien könnten durch die Einbeziehung des benachbarten Nahversorgers erreicht werden.

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Ideen für ein lebenswertes Dorf

Ortskernentwicklungskonzept Weddingstedt

Die Gemeinde Weddingstedt in der Region Heide erstellt ein Entwicklungskonzept für den zentralen Ortsbereich. Ziele sind insbesondere der Erhalt von Nahversorgung, Gastronomie und ärztlicher Versorgung, ein lebendiger und attraktiver Ortskern und die Förderung der Dorfgemeinschaft. CONVENT Mensing begleitet den Prozess, gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe aus Vertreter*innen der Gemeindevertretung, des Amtes Heider Umland und der Entwicklungsagentur Region Heide.

Nach Bestandsanalyse, Gesprächen mit relevanten Akteuren sowie Werkstätten mit der Gemeindevertretung, einer öffentlichen Veranstaltung für die Bürger*innen am 21. März 2018 und einer Werkstatt mit Vertreter*innen der Vereine und Verbände am 25. Juni hat CONVENT Mensing die Maßnahmenideen zusammengetragen und das Orts(kern)entwicklungskonzept erstellt. Das OEK wurde am 26. September 2018 von der Gemeindevertretung beschlossen. Dabei ging es auch darum, konkrete Schlüsselprojekte zu definieren, die nun vom Land gefördert werden können.

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Stadtentwicklungsprozess Bassum

Die Stadt Bassum hat einen beteiligungsorientierten Stadtentwicklungsprozess gestartet. Die Startphase ist umsetzungsorientiert angelegt: Herausforderungen, Ziele und Handlungsfelder werden in vergleichsweise kurzer Zeit „auf den Punkt“ gebracht, auch als Entscheidungsgrundlage für anstehende Planungen und Projekte.

Als Einstieg fand am 12. Mai 2017 eine Auftaktklausur mit Politik und Verwaltung statt, auf der, gestützt auf eine Befragung der Ratsmitglieder im Vorfeld, die relevanten Themen / Herausforderungen und Standorte / Flächen zusammengestellt und diskutiert wurden, die für die Stadtentwicklung von Bassum derzeit im Vordergrund stehen bzw. für die Zukunft eine strategische Rolle spielen. Auf dieser Basis wurden wesentliche räumliche und thematische Handlungsbedarfe ermittelt – einschließlich der politischen Handlungsspielräume oder -grenzen im Sinne von „Leitplanken“.

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Fallstudie Wohnraummanagement

Das Neubaugebiet ist voll vermarktet – 34 der 42 Käufer sind innerhalb der Gemeinde umgezogen: Familien, aber auch ältere Paare. Wer zieht in die bisherigen Immobilien der Käufer? Werden angesichts stagnierender Bevölkerungsentwicklung durch die Neubauten die Leerstände im Bestand von morgen produziert? CONVENT Mensing führt in einer niedersächsischen Gemeinde eine „Fallstudie Wohnraummanagement“ durch:

  • Befragung der Käufer (Haushaltstypen, Umzugsmotive etc.).
  • Aufbereitung der Wanderungen und der Altersstruktur der Immobilienbesitzer.
  • Wer fragt welchen Wohnraum nach, wer gibt ihn (z.B. aus Altersgründen) demnächst auf?
  • Bereitstellung des passenden Wohnraumangebots und der dafür notwendigen Flächen im Dialog mit den Wohnungsmarkt-Akteuren.

Das Wohnraummanagement bringt so Angebot und Nachfrage zusammen.