Stadtentwicklung, Ortsentwicklung

Jede Kommune hat ihren Charme – und ihre ganz individuellen Herausforderungen. Einen attraktiven Nutzungsmix als Voraussetzung für Frequenz, Städtebau und Gestaltung als Voraussetzung für Aufenthaltsqualität sowie Kooperation der Grundeigentümer, Nutzer / Geschäftsleute und der Kommune als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Strategien und Maßnahmen.

Wichtig ist daher der Blick fürs Ganze, um gemeinsam passgenaue Strategien zu erarbeiten.

Zukunftsräume Niedersachsen

Neues Förderprogramm zur Stärkung der Klein- und Mittelstädte

Um Grund- und Mittelzentren und deren Anker- und Versorgungsfunktion im ländlichen Raum zu stärken, hat Niedersachsen ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen. Ziel ist die Vernetzung dieser Orte untereinander, um Ideen zu entwickeln, wie Kommunen in ländlichen Räumen ihre Attraktivität und Lebendigkeit erhalten oder steigern können.

Gefördert werden investive und nicht-investive Maßnahmen in Mittel- und Grundzentren von Städten, Gemeinden oder Samtgemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnern sowie Beratung und Coaching für die Ausarbeitung von Konzepten und förderfähigen Maßnahmen.

CONVENT Mensing berät aktuell mehrere niedersächsische Kommunen dabei, Gestaltungsideen zu Erhalt oder Verbesserung ihrer Attraktivität zu entwickeln und umzusetzen. Weitere Calls für interessierte Kommunen sind seitens des Landes Niedersachsen für 2020 geplant.

Was kommt, wenn der Handel geht?

Neue Nutzungen für Zentren mit Zukunft

Der Strukturwandel im Einzelhandel mit den sichtbaren Folgen für die Zentren wie zunehmende Leerstände sind aktuelle Herausforderungen, auf die Antworten gefunden werden müssen. In vielen Klein- und Mittelstädten sowie B- und C-Lagen größerer Städte lassen sich nicht mehr für alle Lagen und Immobilien neue Einzelhandelsgeschäfte als Folgenutzungen gewinnen. Insofern sind neue Strategien und Instrumente für eine gesteuerte Transformation der Zentren zu entwickeln.

Dabei wird der Handel auch zukünftig eine Rolle spielen – muss jedoch ergänzt werden um neue Nutzungen, die neue Zielgruppen und Frequenz bringen und dadurch die Attraktivität des Zentrums als urbanem Marktplatz mit neuen Aufenthalts-, Kommunikations- und Erlebnisqualitäten erhöhen. Der Fokus liegt auf „urbanen Offline-Perlen“: Nutzungen, die persönliche Kontakte erfordern und nicht digitalisiert werden können, Menschen ins Zentrum locken und zeitgemäße Treffpunkte bieten: Gastronomie und Freizeit / Sport, Kunst und Kultur, Bildung, Gesundheit oder Pflege, Einrichtungen der sozialen Infrastruktur wie z.B. eine Kita oder eine Bücherei sowie Coworking-Spaces. Zudem sind Flächenangebote zu schaffen, um Handwerk und urbane Produktion zurück in die Zentren zu holen.

Bei CONVENT Mensing stehen diese Fragen bei vielen Projekten im Mittelpunkt: City-Offensive Bramsche, Reallabor Ortskern Bad Essen, Zukunftswerkstatt Innenstadt Holzminden 2022 oder neue Innenstadtprojekte im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsräume Niedersachsen“

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Ortskernentwicklungskonzept der Gemeinde Bovenau

Die Gemeinde Bovenau erarbeitet ein Ortsentwicklungskonzept (OEK) – angesichts wachsender Herausforderungen, die in Bovenau weniger den demografischen, als den strukturellen Wandel betreffen. In Bovenau macht ein steigender Bedarf an Wohnraum die Ausweisung neuer Wohnflächen notwendig. Parallel dazu müssen die Infrastruktureinrichtungen überprüft und ggf. angepasst werden, die das Gemeindeleben und das Miteinander der Ortsteile sowie die Einrichtungen der Nahversorgung und Daseinsvorsorge betreffen.

Ziel ist es, mit dem OEK den Herausforderungen der Gemeinde frühzeitig zu begegnen, indem ein prägender und attraktiver Ortskern als Lebensmittelpunkt etabliert wird. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der zukunftsorientierten, strategischen Entwicklung der kulturellen und sozialen Stätten und Angebote – unter Beteiligung der Bürger*innen sowie relevanter Akteure. CONVENT Mensing unterstützt die Gemeinde und die Arbeitsgruppe bei der Entwicklung des OEKs.

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Machbarkeitsstudie MarktTreff Glasau

Nach der Schließung des Nahversorgers im Ort Sarau der Gemeinde Glasau im Kreis Segeberg fehlt dem Ort ein Lebensmittelladen. Nun laufen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft für einen neuen Nahversorger – eine Einwohnerversammlung und eine Befragung mit hoher Beteiligung haben einen deutlichen Wunsch nach einem neuen Dorfladen ergeben, idealerweise als MarktTreff. Ein Standortcheck der BBE für einen MarktTreff wurde bereits durchgeführt – mit positivem Fazit.

CONVENT Mensing ist im Juni mit der Machbarkeitsstudie für einen MarktTreff beauftragt worden. Zunächst geht es darum, ein geeignetes Grundstück und eine Immobilie, einen möglichst erfahrenen Betreiber sowie einen Lieferanten / Grossisten zu finden und darauf aufbauend ein Nutzungs- und Betriebskonzept zu erarbeiten – einschließlich einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Für eine Förderung als Leitprojekt entsprechend der GAK-Förderbedingungen sind zudem die Angebote und Akteure vor Ort in das Konzept einzubinden.

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Zukunft der (Stadt-)Zentren ohne Handel?

Klaus Mensing leitet neue Ad-hoc-Arbeitsgruppe der ARL

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft Bremen / Hamburg / Niedersachsen / Schleswig-Holstein (LAG Nordwest) der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) hat eine neue Ad-hoc-Arbeitsgruppe zum Thema „Zukunft der (Stadt-)Zentren ohne Handel? Neue Impulse und Nutzungen für Zentren mit Zukunft“ ins Leben gerufen. Leiter der AG ist Klaus Mensing.

Anlass ist der zunehmende Funktionsverlust des Einzelhandels – sowohl in Klein- und Mittelstädten Norddeutschlands als auch in Stadteilzentren größerer Städte. Wenn die Leitfunktion des Handels abnimmt, steigt die Notwendigkeit, Strategien und Instrumente für eine gesteuerte Transformation der Zentren zu entwickeln. Im Kern geht es dabei um neue Nutzungen außerhalb des Handels, die durch neue Zielgruppen und zusätzliche Frequenz den Handel unterstützen und zu einer höheren Attraktivität des Zentrums als urbanem Marktplatz mit neuen Aufenthalts-, Kommunikations- und Erlebnisqualitäten beitragen.

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Zukunftswerkstatt Innenstadt Holzminden 2022

Ziel der Zukunftswerkstatt Holzminden im Juni 2019 war die Erarbeitung von Visionen und konkreten, umsetzungsorientierten Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung der Holzmindener Innenstadt – angesichts vorhandener Strukturschwächen des Einzelhandels und zunehmender Leerstände. Klaus Mensing moderierte die Veranstaltung mit Bürgermeister, Vertreter*innen der Rats-Fraktionen und der Verwaltung, Stadtmarketing sowie weiteren innenstadtrelevanten Akteuren – in kreativer Atmosphäre. Die erarbeiteten Ideen werden derzeit in Politik und Verwaltung weiter diskutiert und konkretisiert.